
Rasse: Süddeutsches Kaltblut
Synonyme: Noriker
Pinzgauer
Oberländer
Art: Pferd
Beschreibung: In Deutschland seit 1952 Zusammenfassung aller norischen Schläge unter dem Begriff Süddeutsches Kaltblut. In mehreren lokalen Schlägen von leicht unterschiedlichem Aussehen gezüchtet, sind seine Merkmale ein großer, wenig edler Kopf mit leicht geramstem Profil, der von einem kurzen, kräftigen Hals getragen wird. Die Schulter ist oft kurz und steil, doch kräftig. Das Mittelstück lang und weich bei guter Tiefe, die Hinterhand gut bemuskelt, mit gespaltener, abgeschlagener Kruppe. Das Fundament zeichnet sich durch Stärke und Trockenheit aus, leichte Stellungsfehler sind häufig. Die Bewegungen sind frei und raumgreifend, bei hoher Trittsicherheit. Neben Füchsen, Rappen und Braunen kommen auch Tigerschecken und Grauschimmel, sogenannte Mohrenköpfe, vor. Größe ca. 155 bis 170 cm Stockmaß.
Verbreitung: Zuchtgebiet ganz Österreich und Bayern.
Geschichte: Die römische Provinz Noricum umfasste ungefähr das heutige Staatsgebiet Österreichs. Im Juvavum (Salzburg) soll ein Schlag guter Pferde existiert haben, der im Mittelalter auch als Streitroß Verwendung fand. 1565 kam die Salzburger Zucht unter die Kontrolle der Fürst-Erzbischöfe, die das erste Stutbuch anlegten. Es wurden spanische und burgundische Hengste importiert, die Größe und Eleganz einbrachten/ die Tigerung geht auf den spanischen Einfluss zurück. Besonders der Pinzgau, nördlich des Glockners, war das Stammgebiet der Rasse, die bis heute im Volksmund oft Pinzgauer genannt wird. Seit Mitte der 80er Jahre erfreut sich der Noriker als Freizeitpferd steigender Beliebtheit, geht aber auch oft als Schlachttier ins Ausland.