
Rasse: Appenzeller Spitzhaubenhuhn
Synonyme: Appenzell Chicken
Gallina appenzellese a cuffia
Art: Huhn
Land: Switzerland
Beschreibung: Dieses kleine zierliche Huhn hat sich ideal an die Berge angepasst: es kann sehr gut klettern und fliegen, auch übernachtet es, selbst bei Schnee, gerne auf Bäumen. Bei Gefahr baumt es sehr schnell auf und entkommt damit potentiellen Feinden. Statt einem Kamm besitzt diese Rasse nur kleine Hörnchen. Auch die Kehllappen sind klein. Dadurch ist die Gefahr von Erfrierungen im Winter gering. Charakteristisch für die Rasse ist die Federhaube auf dem Kopf. Heute gibt es noch fünf der ehemals zehn bekannten Farbschläge: die silber-schwarz getupften, die schwarzen, die rein weissen, die goldenen und die gold-schwarz getupften. Durch neuere Einkreuzungen sind in letzter Zeit chamois-farbige und blaue Spitzhauben entstanden.
Verbreitung: Im Laufe des 20. Jahrhunderts nahm die Zahl der Tiere immer weiter ab. Bis in die 50er Jahre gab es nur noch wenige Exemplare. Das Überleben verdankt diese Rasse dem Eingreifen und Engagement der Züchter des Appenzellerhuhn-Clubs und der Stiftung ProSpecieRara.
Geschichte: Die Spitzhaube war seit Jahrhunderten in grösseren Teilen des zentralen und östlichen Alpenraumes verbreitet. Sie soll schon im 15. Jahrhundert in Klöstern gezüchtet worden sein (u.a. in Salzburg). Als im 19. Jahrhundert die Hühner-Rassen beschrieben wurden, suchten die Kenner erst im Tirol und im Bregenzerwald, dann in der Zentralschweiz, bis sie die Spitzhauben schliesslich nur noch im Schweizer Appenzellerland fanden. Deshalb wird die Rasse heute auch „Appenzeller Spitzhaube“ genannt. Auf der Alpensüdseite im italienischen Venetien hat ein anderer Restbestand der Spitzhauben überlebt, die heutigen Polverara-Hühner. Spitzhauben kamen mit der Holzflösserei auf dem Rhein auch in die Niederlande und begründeten oder beeinflussten zumindest die Brabanter Hühner.
Organisation: https://www.prospecierara.ch/