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Heidschnucke

Posted on Dienstag, der 12. Januar 2021Mittwoch, der 10. März 2021 by root
Posted in Schaf

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Rasse: Heidschnucke

Art: Schaf

Farbe: Weiss

Land: Norddeutschland

Beschreibung: Die graue gehörnte Heidschnucke gehört zu den nicht gefährdeten Landschafrassen. Dieses mischwollige, silbergraue bis dunkelgraue Landschaf hat sich den besonderen Verhältnissen der Heidelandschaft sehr gut angepaßt. Schnucken sind anspruchslos, widerstandfähig und zur Landschaftspflege besonders geeignet. Als Voraussetzung dafür wird auf korrektes Fundament und auf harte Klauen besonders Wert gelegt. Mutterschafe tragen sichelförmig nach hinten gebogene Hörner, Böcke schneckenartige Hörner. Kopf und Beine sind unbewollt und schwarz. Das äußere Vlies besteht aus grobem Oberhaar, das innere Vlies aus feinerem, weichem Unterhaar. Die Lämmer werden schwarz und gelockt geboren, ihre Wolle verfärbt sich im ersten Lebensjahr.

Verbreitung: Die Heidschnucken sind eine sehr alte Rasse. Ursprünglich war diese Rasse nur auf den trockenen, nährstoffarmen Flächen der Lüneburger Heide verbreitet. Heute werden die Heidschnucken in ganz Deutschland von Liebhabern wegen ihres Aussehens und der relativ problemlosen Haltung gezüchtet.

Geschichte: Schriftliche Zeugnisse über die Heydeschnucken stammen vom Ende des 18. Jahrhunderts. Bis weit ins 19. Jahrhundert wurden graue und weiße, gehörnte und hornlose Tiere der gleichen Rasse zugeordnet. Ab 1930 beginnt das Zuchtbuch.

Besonderheiten: Jedes Jahr, immer am zweiten Donnerstag im Juli, findet in Müden (Örtze) der Heidschnuckentag statt. Hier präsentieren sich leistungsgeprüfte Jungböcke den Züchtern und Zuschauern. Die besten Tiere werden prämiert. Bei der anschließenden Auktion können die Heidschnucken-Böcke ersteigert werden.

Nutzung: Das Hauptzuchtgebiet sind die norddeutschen Heide- und Moorlandschaften der Lüneburger Heide.

Leistung: Das Fleisch der Lüneburger Heidschnucke g. U. (einer Grauen Gehörnten Heidschnucke) ist in Europa unter diesem Namen geschützt und darf das Siegel einer geschützten Ursprungsbezeichnung (g. U.) tragen. Die lange, strähnige Wolle ist nur für grobe Gewebe wie zum Beispiel Teppiche geeignet. Auch die Diepholzer Moorschnucke (eine Weiße Hornlose Heidschnucke) ist als regionaler Begriff geschützt.

Organisation: Website der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.

Link: → https://www.g-e-h.de/images/stories/geh-raku/schafe/WeisseGehoernteHeidschnucke/WeiegehrnteWagnerNeunkirchen.jpg

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