
Rasse: Noriker
Art: Pferd
Land: Austria
Beschreibung: Das Noriker Pferd gehört zu den Kaltblutrassen und ist ein ausgesprochenes Gebirgspferd. Es besitzt viel Gleichgewichtsgefühl und ein gutes Steigvermögen. Auch ist es sehr trittsicher und wendig. Es gibt eine schwere Form, Pinzgauer genannt, und eine leichtere mit dem Namen Oberländer. Früher waren die Hälfte aller Noriker braun gefärbt, heute kommen Braune, Füchse, Tiger und Blauschimmel vor. Blauschimmel mit schwarzem Kopf werden als Mohrenköpfe bezeichnet. Durch seine guten Eigenschaften, wie Ausdauer und Zugwilligkeit, findet der Noriker heute als Gespannpferd für Schlitten- und Kutschenfahrten Verwendung. Aber auch vom Forst bei der Bewirtschaftung von Steilflächen und der Waldnutzung wird er vermehrt eingesetzt.
Verbreitung: Österreich, hauptsächlich in den gebirgigen Gegenden. Das Hauptzuchtgebiet liegt rund um den Großglockner. In Deutschland waren 1997 3 Stuten im Herdbuch registriert.
Geschichte: Der Noriker soll ursprünglich von römischen Legionspferden abstammen. Seinen Namen verdankt er der ehemaligen römischen Provinz Noricum, die sich mit dem heutigen Zuchtgebiet, dem Bundesland Salzburg, beinahe deckt. Eine gezielte Zucht dieser Rasse begann im Jahr 1565 durch einen Erlass des Erzbischofs Johann Jacob von Kuen. Weitere bedeutende Regelungen für die Zucht setzte Erzbischof Ernst Graf Thun 1688.